Wirtschafts- und Beschäftigungsförderungsprogramm Ukraine

Mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) mbH und im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat der Ost-Ausschuss seit 2004 ein Verbandsberatungsprojekt zur Stärkung ukrainischer Wirtschaftsverbände durchgeführt. Im Jahr 2009 wurde ein Folgeprojekt „Wirtschafts- und Beschäftigungsförderungsprogramm Ukraine“ für zwei Jahre abgeschlossen. Der Schwerpunkt wird auf die Zusammenarbeit mit den regionalen Verbänden in Donezk, Chernovzy und auf der Halbinsel Krim gelegt. Ziel ist, die wirtschaftspolitische Entwicklung der Regionen durch die Kooperation der Wirtschaftsverbände zu stärken und zu fördern.

Im April 2009 wurde in Donezk ein Runder Tisch zum Thema „Modernes Standortmarketing - Maßnahmen und Kommunikationsinstrumente“ zur Vorbereitung der Fußballeuropameisterschaft 2012 in der Ukraine veranstaltet. Es wurde über die Erfahrungen Deutschlands bei der Organisation der Fußballweltmeisterschaft 2006, speziell im Bereich Marketing und Pressearbeit, berichtet. Die Stadtverwaltung Donezk plant derzeit mit Unterstützung des Zwischenregionalen Verbandes der kleinen und mittleren Unternehmen der Ukraine die Gründung einer Institution, die sich in Anlehnung an „Deutschland Land der Ideen“ speziell mit der Schaffung der Marke „Donbass“ beschäftigen soll. Dazu sind weitere, durch den Ost-Ausschuss flankierte Kooperationsschritte in Planung. Eine Reihe von Veranstaltungen in den Bereichen Landwirtschaft, Sporttourismus, Ökotourismus und Handwerk in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Halbinsel Krim befindet sich derzeit in Vorbereitung.

Warum führt der Ost-Ausschuss ein solches Projekt durch?

Deutschland ist heute drittwichtigster Handelspartner der Ukraine und ein bedeutender ausländischer Investor. Die Einleitung umfangreicher wirtschaftlicher Strukturreformen ist also sowohl von ukrainischem als auch von deutschem Interesse.

Ziel unseres Projekts ist die Förderung privatwirtschaftlicher Strukturen, die ihre spezifischen Interessen in unabhängigen Verbänden bündeln und damit gegenüber der ukrainischen Politik als starker einflussreicher Partner auftreten können. Das Projekt dient in gleichem Maße der Unterstützung einer sachgerechten Kooperation zwischen den jungen ukrainischen Verbänden.

Neben diesem Angebot für die ukrainischen Verbände werden durch die Zusammenarbeit zugleich ukrainische Ansprechpartner für deutsche Unternehmensverbände / Unternehmen identifiziert bzw. etabliert und so die Möglichkeit einer stärkeren Vernetzung ukrainischer Unternehmen und deutscher / europäischer Unternehmen eröffnet. 

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Die ukrainische Hauptstadt Kiew.
Die ukrainische Hauptstadt Kiew.

Kontakt

Christoph Konrad Gilgen
Wirtschafts- und Beschäftigungsförderungsprogramm Ukraine
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft
C.Gilgen@bdi.eu