Kooperationsprojekt mit belarussischen Wirtschaftsverbänden

Partnerschaftsprojekt mit belarussischen Kammern und Verbänden

In Belarus fördert der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft innerhalb des Partnerschaftsprojekts mit belarussischen Kammern und Verbänden den Fach- und Erfahrungsaustausch zwischen der deutschen und belarussischen Wirtschaft. Ziel des Projekts ist die Stärkung der belarussischen Unternehmerverbände und Kammern, die Förderung privatwirtschaftlicher Strukturen und die Verbesserung der Wachstumschancen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Belarus. Die Interessenvertretungen der belarussischen Privatwirtschaft sollen in die Lage versetzt werden, ihre Rolle als Stimme der Wirtschaft besser wahrzunehmen und aktiver zur Veränderung der Rahmenbedingungen für den Mittelstand beizusteuern. Das Projekt wird gemeinsam mit der IHK Erfurt mit Unterstützung der sequa gGmbH und im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt.
 
Eine nachhaltige wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung in Belarus liegt im Interesse Deutschlands und der Europäischen Union, deren direkter Nachbar das Land seit der EU-Osterweiterung 2004 ist. Dieses Interesse ist nicht nur sicherheitspolitisch, sondern vor allem auch wirtschaftspolitisch begründet: Als Transitbrücke zwischen der EU und Russland hat Belarus ein großes Wirtschaftspotential und als früherer High-Tech-Standort der sowjetischen Industrie verfügt das Land immer noch über ein hohes technologisches Niveau, eine gut ausgebaute Infrastruktur, ein relativ hohes Bildungsniveau der Bevölkerung und eine vergleichsweise geringe Korruption.
 
Die politischen Repressionen nach den belarussischen Präsidentschaftswahlen im Dezember 2010 haben allerdings den zaghaften Liberalisierungsprozess der Jahre ab 2008 unterbrochen und die Beziehungen zwischen Belarus und der Europäischen Union stark belastet. In dieser Situation ist die Rolle des Projekts als Brücke zwischen der deutschen und belarussischen Wirtschaft besonders wichtig. Die engere Verflechtung der Verbände und Kammern beider Länder soll die wirtschaftliche Integration von Belarus in den europäischen Markt bei gleichzeitiger Annäherung an westeuropäische Standards fördern.
 
Das Projekt konzentriert sich auf:
 
•  Institutionalisierung eines Fachdialogs zwischen den deutschen und belarussischen Verbänden und Kammern,
•  Unterstützung der Interessenvertretungen der belarussischen Unternehmen,
•  Herstellung von Kontakten belarussischer Unternehmen mit potenziellen Partnern aus Europa und speziell
   Deutschland,
•  Informationsaustausch über die wirtschaftliche Lage beider Länder.
 
Die Projektleitung organisiert Rundtischgespräche, Seminare und Konferenzen sowie Unternehmerreisen.

 

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Kontakt

Jelena Granovskaja
Tel.: 030 2061 - 67118
Fax: 030 2028 - 2589
J.Granovskaja@bdi.eu