Mazedonien

Stand: Dezember 2010

Als damals erstes Land auf dem Balkan hatte Mazedonien im Jahr 2001 ein  Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU geschlossen. Im Dezember 2005 sprach Brüssel der Republik den Mitglieds-Kandidatenstatus zu. Derzeit prüft die EU-Kommission ob Verhandlungen über eine Mitgliedschaft aufgenommen werden können. Als ein Haupthindernis gilt der ungelöste Streit mit Griechenland über den Namen Mazedonien. Dieser Streit blockiert gegenwärtig auch einen Beitritt Mazedoniens zur Nato.

Im Doing-Business-Report 2011 der Weltbank – der die Bedingungen für die Gründung eines Unternehmens in 183 Ländern untersuchte - nahm Mazedonien einen ordentlichen 38. Platz ein (Deutschland: Rang 22).  Erwähnenswert ist insbesondere eine Flat-Tax, die die Sätze für Einkommens- und Gewinnsteuern auf zehn Prozent reduziert und Mazedonien zu einem Land mit den niedrigsten Steuern in Europa macht. Bis 2011 sollen die Sozialabgaben weiter reduziert werden. Zölle für Importe aus der EU sollen bis dahin ganz entfallen. Das mazedonische Rechtssystem orientiert sich in großen Teilen an dem deutschen Rechtssystem.

Konkrete Betätigungsfelder für deutsche Investoren gibt es aktuell bei der Entwicklung von Wasserkraftwerken. Für Investoren werden der Verzicht auf die Einkommens- und Mehrwertsteuer für die nächsten zehn Jahre sowie Pachtverträge mit einer Laufzeit von 99 Jahren in Aussicht gestellt.

Aktivitäten des Ost-Ausschusses:

Der Ost-Ausschuss unterstützt im Rahmen des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan den wirtschaftlichen Wiederaufbau in Mazedonien.

Im ersten Halbjahr 2009 führte der Ost-Ausschuss zudem in Kooperation mit der GTZ eine Umfrage unter deutschen Unternehmen in Mazedonien durch, um das Investitionspotenzial Mazedoniens zu untersuchen. 

Am 15. September 2009 organisierte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank und dem Deutschen Industrie und Handelskammertag (DIHK) ein Arbeitsessen mit dem mazedonischen Präsidenten Gjorge Ivanov. An den Gesprächen im Berliner Hotel Adlon nahmen 40 Vertreter von Unternehmen, Ministerien und Verbänden beider Länder teil. Ivanov skizzierte die Chancen und Herausforderungen der deutsch-mazedonischen Wirtschaftsbeziehungen und warb für einen raschen Beitritt seines Landes zur EU, den sich, so der Präsident, 90 Prozent der Mazedonier wünschen würden
 

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Statistik

Staatsoberhaupt: Gjorge Ivanov
Regierungschef: Nikola Gruevski
Hauptstadt: Skopje
 
Bevölkerung, 2009: 2,0 Mio.
Nominales BIP, 2009: 6,6 Mrd. Euro
BIP pro Kopf, 2009: 3.233 Euro
BIP-Wachstum, 2010: 0,8 %
BIP-Wachstum, 2011: 3,2 %
 

Bilateraler Handel mit Deutschland

Importe aus MK, 2009: 354,7 Mio. Euro
Exporte nach MK, 2009: 404,2 Mio. Euro
 
Quellen:
Auswärtiges Amt, CIA World Fact Book, EBRD,
Statistisches Jahrbuch
BIP: Bruttoinlandsprodukt