Moldau

Stand: August 2010.

Moldau ist bislang wenig in internationale Finanzmärkte integriert. Die globale Wirtschaftskrise hat dennoch Auswirkungen auf das Land. So sanken die Überweisungen der moldauischen Diaspora in Westeuropa um etwa 30 Prozent. Aus Russland kehrten viele Arbeitskräfte nach Moldau zurück. Nach Schätzungen des IWF werden jährlich Rücküberweisungen in Höhe von 30 Prozent des moldauischen BIP getätigt. Die Wirtschaftsleistung im Land ging infolge der Krise 2009 um 6,5 Prozent zurück, die Industrieproduktion musste gar einen Einbruch von 22 Pozent verzeichnen. Die deutschen Exporte nach Moldau nahmen im Jahr 2009 um 31 Prozent auf 216 Millionen Euro ab, die Importe schrumpften um 29 Prozent auf 79 Millionen Euro.

Anfang Mai 2009 wurde Moldau zusammen mit fünf anderen Ländern ins EU-Programm „Östliche Partnerschaft“ aufgenommen, was dem jungen Land Stabilität verleiht.

Aktivitäten des Ost-Ausschusses

In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Sequa gGmbH führt der Ost-Ausschuss ein Verbandsberatungsprojekt in der Republik Moldau durch. Ziel des Projekts ist es, die Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen in Moldau zu verbessern, die Leistungsfähigkeit ihrer Vertretungsorganisationen zu erhöhen und die deutsch-moldauischen Wirtschaftsbeziehungen zu stärken. Partner vor Ort sind die Handels- und Industriekammer der Republik Moldau (HIK) und die Nationale Konföderation der Arbeitgeberverbände der Republik Moldau (CNPM).

Das Projekt wird vorrangig durch Know-How-Transfer im Rahmen von Seminaren zur professionellen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zu Aspekten von Tarifverhandlungen und des bilateralen Handels mit Deutschland, zur Stärkung und Professionalisierung von Verbandsstrukturen sowie zur Finanzierung von Unternehmen umgesetzt.
Daneben konnte mit Unterstützung des Partnerschaftsprojektes bei der Handels- und Industriekammer ein Weiterbildungszentrum etabliert werden, das als Dienstleister für moldauische und internationale Unternehmen an Akzeptanz gewinnt und stetig ausgebaut wird. Die CNPM konnte ihre Stellung als wesentlicher Ansprechpartner von Regierungsinstitutionen für Fragen der Tarifpolitik festigen und entwickelt derzeit Impulse für eine Wachstumsstrategie.

In Deutschland organisiert der Ost-Ausschuss regelmäßig bilaterale Wirtschaftsforen, die mit hochrangingen Vertertern aus Politik und Wirtschaft beider Länder besetzt sind. Gemeinsam mit den Partnern werden daneben Delegationsreisen mit thematischen Schwerpunkten organisiert. 

So fand Rahmen des Partnerschaftsprojektes Moldau am 03. Juni 2010 gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Potsdam und der Botschaft der Republik Moldau der fünfte Deutsch-Moldauische Wirtschaftstag in Potsdam statt.
80 Vertreter deutscher Unternehmen und Institutionen nahmen teil. Aus Moldau reiste eine 15-köpfige Delegation unter Leitung von Vizepremierminister und Wirtschaftsminister Valeriu Lazar an.
 

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Statistik

Präsident: Mihai Ghimpu (Interim)
Regierungschef: Vlad Filat
Hauptstadt: Chisinau

Bevölkerung, 2009: 3,4 Mio.
Nominales BIP, 2009: 5,2 Mrd. USD
BIP pro Kopf, 2009: 1.524 USD
BIP-Wachstum, 2009: -6,5%

Bilateraler Handel mit Deutschland:
Importe aus MD, 2009: 79,1 Mio. Euro
Exporte nach MD, 2009: 216,3 Mio. Euro

Quellen:
Auswärtiges Amt, CIA World Fact Book, Statistisches Bundesamt.

BIP: Bruttoinlandsprodukt
 

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Partnerschaftsprojekt Moldau: Die bilaterale Zusammenarbeit stärken