Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan

Nach dem Attentat an dem serbischen Premierminister Zoran Djindjic im Jahr 2003 initiierte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung das Zoran-Djindjic-Stipendienprogramm. Nach drei erfolgreichen Jahren der Durchführung wurde das Stipendienprogramm seit dem Jahr 2007 auf die Länder des gesamten westlichen Balkans ausgedehnt. Im Jahr 2009 werden Stipendiaten aus den Ländern Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Serbien gefördert. Ziel ist die Fortbildung von bis zu 60 jungen Nachwuchsführungskräften in deutschen Unternehmen für eine Dauer von drei bis sechs Monaten.

Mit dem Programm unterstützt der Ost-Ausschuss den wirtschaftlichen Wiederaufbau in den Ländern des Westbalkans und etabliert ein Netzwerk für die deutsche Wirtschaft in der Region. Gleichzeitig wird Know-How aus Deutschland an die Wirtschaft in den Ländern transferiert und das Image der Wirtschaftskooperationen mit der Region in der Öffentlichkeit gestärkt.

Das Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan richtet sich an Studenten der höheren Semester und Graduierte mit ersten Berufserfahrungen. Die Teilnehmer sollten das Höchstalter von 30 Jahren nicht überschritten haben und müssen eine Ausbildung mit wirtschaftlichem Bezug, bevorzugt eine kaufmännische oder ingenieurstechnische Ausbildung, vorweisen. 

Die Federführung des Stipendienprogramms liegt bei der Geschäftsführung des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Die teilnehmenden deutschen Unternehmen stellen die erforderlichen Managementkapazitäten, die Unterkunft und die Praktikumsplätze zur Verfügung. Die Kosten für die Unterkunft und die Krankenversicherung der Stipendiaten werden von den Unternehmen übernommen. Die Praktikanten erhalten ein Tagegeld in Höhe von 550,00 Euro monatlich. Die Tagegelder werden aus den Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert.

Unter den bislang 60 führenden Unternehmen, die Stipendiaten zur Ausbildung aufnahmen, waren die Deutsche Bank AG, Daimler AG, Metro AG, Siemens AG, Bilfinger Berger Industrial Services AG, SAP AG, PricewaterhouseCoopers AG WPG, SMS Demag AG, E.ON Ruhrgas AG, Deutsche Telekom AG, Commerzbank AG, Rolls-Royce Deutschland Ltd. & Co. KG, WAZ Mediengruppe, MAN Ferrostaal AG, LEMKEN GmbH & Co. KG, RWE Aktiengesellschaft, GAZPROM Germania GmbH, ThyssenKrupp AG, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Software AG, John Deere, KION GROUP GmbH, TUI AG und Volkswagen AG. Inklusive des Jahrgangs 2011 haben bislang 340 Stipendiaten einen Praktikumsplatz in Deutschland erhalten.

DruckversionDruckversion
Das Stipendienprogramm liefert handfeste praktische Erfahrungen.
Das Stipendienprogramm liefert handfeste praktische Erfahrungen.

 

Kontakt

Alina Gumpert
Tel.: 030 2061 - 67114
Fax: 030 2028 - 26 04
A.Gumpert@bdi.eu

Weitere Informationen

Eröffnung des Stipendienprogramms 2009
http://www.stipendienprogramm.org